Warum wir niemals aufhören sollten zu denken und zu fragen

Ein AKAYO Artikel | Joerg S.

Mein Vater, 88, und die schwarzen Löcher

Mein Vater ist 88 Jahre alt. Und er besucht immer noch, jede Woche, die Altenakademie — nicht für Gedächtnistraining oder Wasser-Gymnastik, sondern für einen Kurs über Astrophysik. Aktuell beschäftigt er sich mit schwarzen Löchern. Er stellt Fragen, die selbst studierte Physiker ins Schwitzen bringen würden, liest sich durch Fachartikel, und wenn man ihn fragt, warum er sich das mit 88 noch antut, sagt er nur: „Weil ich es noch nicht verstanden habe.“

Das ist, in einem einzigen Satz, worum es in diesem Artikel geht. Lernfähigkeit ist nicht nur eine kognitive Funktion. Sie ist eines der größten Geschenke, welche die Evolution uns mitgegeben hat — und eines, das wir viel zu oft viel zu früh auspacken und dann wieder in die Schublade legen.

Warum macht Lernen eigentlich so viel Spaß?

Die kurze Antwort: Dopamin. Wenn wir etwas Neues entdecken, verstehen oder erfolgreich lösen, schüttet unser Gehirn genau den Botenstoff aus, der auch für Freude und Motivation zuständig ist. Neugier ist dabei kein netter Zusatzeffekt, sondern ein eigenständiges neurologisches Programm: Das dopaminerge Belohnungssystem reagiert nicht nur auf tatsächliche Belohnungen, sondern schon auf die bloße Aussicht, etwas Neues zu erfahren. Unser Gehirn belohnt uns also fürs Fragen — nicht erst fürs Wissen.

Das ist evolutionär hochgradig sinnvoll: Ein neugieriges Gehirn erkundet seine Umgebung gründlicher, erkennt Gefahren früher und findet mehr Ressourcen. Lernen fühlt sich gut an, weil es sich für unsere Vorfahren buchstäblich ausgezahlt hat.

Wie verändert sich Lernen über die Zeit — vom Kleinkind bis zum Senior?

Kleinkinder lernen mit einer Geschwindigkeit und Mühelosigkeit, von der Erwachsene nur träumen können — ihr Gehirn bildet in den ersten Lebensjahren pro Sekunde tausende neuer neuronaler Verbindungen. Diese frühe Plastizität ist außergewöhnlich hoch, nimmt aber mit dem Alter ab. Das war lange Zeit die traurige Geschichte, die man über das alternde Gehirn erzählt hat.

Neuere Forschung erzählt sie differenzierter: Zwar lässt die dopaminerge Belohnungsreaktion auf reine Neuheit im Alter tatsächlich nach — aber die Fähigkeit von Neugier, das Gedächtnis zu verbessern, bleibt bei gesunden älteren Menschen erstaunlich intakt, teilweise sogar mit jugendähnlicher Wirkung. Mit anderen Worten: Ältere Gehirne werden nicht unbedingt schlechter im Lernen — sie werden wählerischer, worauf sie ihre Neugier richten. Und genau das erklärt, warum mein Vater mit 88 schwarze Löcher versteht, aber vermutlich keine Lust mehr hätte, Vokabeln stumpf auswendig zu lernen.

Warum hören einige nie auf zu lernen — und andere lernen nur das Nötigste?

Hier kommen zwei Faktoren zusammen, die wir bei AKAYO schon einmal genauer beleuchtet haben, als wir über Persönlichkeit geschrieben haben: Offenheit für Erfahrungen — eine der fünf großen Persönlichkeitsdimensionen — korreliert nachweislich mit Neugier und lebenslanger Lernbereitschaft. Wer auf dieser Dimension hoch ausgeprägt ist, sucht aktiv nach neuen Ideen; wer niedrig liegt, empfindet dieselbe Neuheit eher als Störung der eigenen Routine.

Dazu kommt das sogenannte Mindset: Wer glaubt, Fähigkeiten seien grundsätzlich entwickelbar (ein „Growth Mindset„, wie es die Psychologin Carol Dweck genannt hat), sucht Herausforderungen aktiv. Wer glaubt, Fähigkeiten seien angeboren und fest, vermeidet sie lieber — aus Angst, als „nicht begabt“ dazustehen. Und ja: Es gibt auch die ganz pragmatische Erklärung. Viele Menschen lernen tatsächlich vor allem das, was für ihr berufliches oder soziales „Überleben“ notwendig ist — nicht aus Desinteresse, sondern weil Zeit, Energie und Aufmerksamkeit endliche Ressourcen sind.

Was Lernen mit unserem Gehirn macht

Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen, verändert sich unser Gehirn buchstäblich — physisch, strukturell. Synapsen, die häufig genutzt werden, verstärken sich; Synapsen, die brachliegen, werden abgebaut. Diese Eigenschaft, Neuroplastizität genannt, hält lebenslang an, wenn auch mit abnehmender Geschwindigkeit. Das Gehirn ist damit weniger wie ein Muskel, der irgendwann ausgewachsen ist, und mehr wie eine Stadt, die sich ununterbrochen umbaut — manche Straßen werden breiter ausgebaut, andere verfallen, wenn niemand mehr auf ihnen unterwegs ist.

Wann glauben wir, alles zu wissen?

Interessanterweise oft genau dann, wenn wir am wenigsten wissen. Der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, wie Menschen mit geringer Kompetenz in einem Bereich ihre eigene Fähigkeit systematisch überschätzen — schlicht, weil ihnen das Wissen fehlt, um die Lücken in ihrem eigenen Wissen überhaupt zu erkennen. Echtes Expertenwissen führt paradoxerweise oft zu mehr Demut, nicht zu mehr Selbstsicherheit, weil Expert:innen genau sehen, wie viel sie noch nicht wissen. Der gefährlichste Moment fürs Lernen ist also nicht Unwissenheit — es ist das trügerische Gefühl, bereits genug zu wissen.

Der Mythos der Lerntypen

Jetzt wird es unbequem für viele — auch für mich, ehrlich gesagt. Die Vorstellung, dass es „visuelle“, „auditive“ und „kinästhetische“ Lerntypen gibt, die jeweils am besten lernen, wenn Inhalte zu ihrem bevorzugten Kanal passen, gehört zu den hartnäckigsten Mythen der Bildungswelt. Eine wegweisende Übersichtsarbeit (Pashler, McDaniel, Rohrer & Bjork, 2008) fand dafür schlicht keine belastbare wissenschaftliche Evidenz — und eine noch umfassendere Analyse (Coffield et al., 2004) prüfte 71 verschiedene Lerntyp-Modelle und fand: keines davon erfüllte grundlegende wissenschaftliche Gütekriterien.

Das bedeutet nicht, dass individuelle Lernpräferenzen bedeutungslos wären — jeder von uns mag bestimmte Formate lieber. Es bedeutet nur, dass das gezielte Zuschneiden von Unterricht auf einen vermeintlichen „Typ“ die Lernergebnisse nachweislich nicht verbessert. Warum jeder trotzdem auf seine eigene Art lernt (etwa beim Sprachenlernen), liegt eher an Vorwissen, Motivation und persönlicher Erfahrung — nicht an einem festen neuronalen Kanal.

Warum wir nie zu alt sind, ein neues Abenteuer zu beginnen

Zurück zu meinem Vater. Was ihn antreibt, ist nicht nur Neugier — es ist die Überzeugung, dass sich das Lernen überhaupt noch lohnt. Genau das ist der Kern des Mindsets: Wer glaubt, mit 88 sei ohnehin nichts Neues mehr zu erwarten, wird auch nichts Neues mehr suchen. Wer glaubt, es gäbe immer noch etwas zu entdecken, wird es auch finden.

Und die gesundheitlichen Effekte sind real, nicht nur romantisch verklärt: Kontinuierliches Lernen im Alter ist mit einer höheren „kognitiven Reserve“ verbunden — einem Puffer, der das Gehirn widerstandsfähiger gegen altersbedingten Abbau macht und nachweislich mit besserer kognitiver Funktion bei älteren Menschen assoziiert ist, selbst wenn im Gehirn bereits alterstypische Veränderungen sichtbar sind. Neugier im Alter wirkt dabei sogar doppelt: Sie schützt nachweislich vor kognitivem UND emotionalem Abbau. Mein Vater erforscht also nicht nur schwarze Löcher — er baut sich, ganz nebenbei, mit jeder Vorlesung ein Stückchen mehr neuronale Widerstandsfähigkeit auf.

Sind wir lernfauler geworden? Und was macht KI mit uns?

Eine ehrliche, differenzierte Antwort statt einer bequemen Schlagzeile: Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass intensive KI-Nutzung mit schwächerem kritischem Denken korreliert. Eine vielbeachtete Studie (Gerlich, 2025) mit mehr als 600 Teilnehmenden fand einen deutlichen negativen Zusammenhang zwischen häufiger KI-Nutzung und kritischer Denkfähigkeit — vermittelt über sogenanntes „kognitives Auslagern“: Wer eine Aufgabe konsequent an die KI abgibt, trainiert die eigene Fähigkeit, sie selbst zu lösen, einfach weniger. Ein plastisches Beispiel aus der Praxis: Nur drei Monate, nachdem Radiolog:innen KI-Unterstützung bei der Tumorerkennung erhielten, sank ihre Fähigkeit, Tumore ohne diese Unterstützung zu erkennen, bereits um 6 Prozent.

Zwei wichtige Einschränkungen gehören aber ehrlicherweise dazu: Erstens zeigt die Forschung bislang vor allem Korrelation, nicht zweifelsfrei Kausalität — es ist denkbar, dass Menschen mit ohnehin schwächerem kritischem Denken sich stärker auf KI verlassen, nicht nur umgekehrt. Zweitens ist das Phänomen selbst nicht neu: Bereits 2011 zeigte die Forschung um Betsy Sparrow den „Google-Effekt“ — starke Abhängigkeit von Suchmaschinen schwächt unser Gedächtnis für Inhalte selbst, weil wir uns eher merken, WO wir etwas nachschlagen können, als WAS dort steht. KI verstärkt dieses altbekannte Muster eher, als dass sie es neu erfindet.

Die entscheidende Stellschraube ist dabei nicht die Technologie selbst, sondern wie wir sie nutzen: Studien zeigen, dass geleiteter, reflektierter KI-Einsatz das Lernen sogar verbessern kann — während unstrukturierte, passive Nutzung genau die höherwertigen Denkfähigkeiten schwächt, auf die es eigentlich ankommt.

PISA 2026: Deutschland und der Blick nach Japan

Und damit sind wir mitten im aktuellsten und vielleicht unbequemsten Kapitel dieses Artikels. Die Ergebnisse der PISA-Studie 2025, veröffentlicht erst vor wenigen Tagen, zeigen für Deutschland einen historischen Tiefstand: Erstmals liegt Deutschland in allen drei Kernkompetenzen — Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften — nur noch im OECD-Durchschnitt. Der deutsche PISA-Projektleiter Samuel Greiff (TU München) formuliert es unmissverständlich: Die Jugendlichen in Deutschland stünden „so schlecht da wie noch nie seit der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000″.

Besonders bemerkenswert: Erstmals wurde in dieser Runde auch digitale Kompetenz erhoben — „Lernen in einer digitalen Welt“. Ausgerechnet Japan (unser „Lieblingsland“, das wisst ihr ja) landet hier im OECD-Vergleich auf Platz eins, während Deutschland deutlich zurückliegt: Nur 61 Prozent der deutschen Jugendlichen berichteten von zuverlässig funktionierender Technik in der Schule, nur 51 Prozent fühlten sich technisch ausreichend unterstützt — beides klar unter EU- und OECD-Schnitt.

Was macht Japan anders? Nach Einschätzung des Medienpädagogen Stefan Aufenanger liegt es nicht an weniger, sondern an anders eingesetzter Technologie: Japan zeichnet sich durch hohe Mediennutzung UND gute Infrastruktur aus, aber vor allem durch einen pragmatischen Umgang — „keine große Euphorie und keine große Ablehnung“. KI und digitale Medien werden dort gezielt, reflektiert und in moderatem Maße als ganz normales Unterrichtswerkzeug eingesetzt, nicht als Hype und nicht als Feindbild. Bemerkenswert ist auch: Deutsche Jugendliche nutzen KI im schulischen Kontext bereits überdurchschnittlich häufig (36 Prozent nutzen sie wöchentlich bis täglich) — es hapert also weniger an der Nutzung selbst als an der Einbettung in guten Unterricht und verlässliche Infrastruktur.

Ein zweiter, strukturellerer Befund verdient Erwähnung: Deutschland zählt laut der Studie zu den Ländern mit der ausgeprägtesten Bildungsungleichheit — Unterschiede zwischen einzelnen Schulen erklären hierzulande mindestens die Hälfte aller Leistungsunterschiede, während dieser Anteil in Ländern wie Finnland oder Island bei unter zehn Prozent liegt. Was wir von Japan (und auch von Finnland) lernen könnten, ist also weniger eine bestimmte Technologie als eine bestimmte Haltung: Weniger Symboldebatten, mehr pragmatische, gut durchdachte Umsetzung — und ein Bildungssystem, das nicht so stark zwischen guten und schlechten Schulen sortiert.

Fehler machen — der Schlüssel zum Lernen (bis zu welchem Grad?)

Lernfähigkeit, so heißt es in unserem AKAYO-Wertekompass, ermutigt uns, neue Pfade zu betreten, uns weiterzuentwickeln und auch mal Fehler zu machen — denn aus ihnen lernen wir am meisten. Das ist keine Floskel: Fehler zwingen unser Gehirn dazu, bestehende mentale Modelle zu überprüfen und anzupassen, was tieferes Lernen erzeugt als bloß richtige Antworten zu wiederholen. Innovation ohne Fehlerkultur ist praktisch undenkbar — jede bahnbrechende Erfindung ist von einer Spur gescheiterter Versuche gesäumt.

Aber — und hier wird es differenziert — nicht jeder wiederholte Fehler ist automatisch lehrreich. Entscheidend ist, ob auf den Fehler eine echte Reflexion folgt: Was genau ist schiefgelaufen, und was mache ich beim nächsten Mal anders? Wird dieser Schritt übersprungen, wiederholt sich derselbe Fehler einfach — nicht, weil daraus nicht gelernt werden könnte, sondern weil aus ihm schlicht nicht gelernt wird. Der Unterschied zwischen einem lehrreichen und einem nutzlosen Fehler liegt also nicht in der Häufigkeit, sondern in der Qualität der Reflexion danach.

Ziele des Lernens — und lässt sich Lernerfolg überhaupt messen?

Lernen hat selten nur ein Ziel. Manchmal geht es um konkretes Können (eine Sprache sprechen), manchmal um Verständnis (wie funktionieren schwarze Löcher), manchmal um Persönlichkeitsentwicklung, manchmal einfach um Freude an der Sache selbst. Und genau deshalb ist Lernerfolg nur bedingt messbar: Intelligenztests erfassen bestimmte kognitive Fähigkeiten recht zuverlässig, sagen aber wenig über Kreativität, praktische Klugheit oder eben jene Art von Verständnis, die mein Vater bei seinen schwarzen Löchern empfindet. Wer Lernerfolg ausschließlich über Testergebnisse definiert, misst nur einen schmalen Ausschnitt eines viel größeren Bildes.

Genau hier schließt sich der Kreis zu emotionaler Intelligenz, über die wir bereits im Rahmen unseres Persönlichkeits-Artikels geschrieben haben: Wissen (das Was), Lernfähigkeit (das Wie) und emotionale Intelligenz (der Umgang mit sich selbst und anderen währenddessen) sind keine drei getrennten Fähigkeiten, sondern greifen ineinander. Wer fachlich brillant, aber emotional taub lernt, wird selten ein guter Lehrer, Kollege oder Coach. Und wer emotional hochsensibel, aber ohne Neugier durchs Leben geht, verpasst genau die Momente, in denen echtes Wachstum stattfindet.

Fazit: Die einzige Investition, die durchs Teilen wächst

Wissen ist, wie wir bei AKAYO es sehen, die einzige Investition, die sich durch das Teilen vermehrt statt verringert — und damit der Schlüssel für nachhaltigen Fortschritt und kollektives Wachstum. Jedes andere Kapital wird durch Teilen kleiner: Geld, Zeit, Ressourcen. Wissen ist die einzige Ausnahme von dieser Regel. Wenn mein Vater mir von seinen schwarzen Löchern erzählt, verliert er dabei nichts — im Gegenteil, wir haben beide etwas gewonnen.

Vielleicht ist das die eigentliche, tiefere Botschaft hinter Lernfähigkeit als Geschenk: Sie ist nicht nur ein Geschenk an uns selbst, sondern eines, das umso wertvoller wird, je mehr wir es weitergeben. Also: Welche Frage hast du dir zuletzt gestellt, nur weil du es noch nicht verstanden hattest?


Kurze Zusammenfassung für alle, die es eilig haben

Lernen fühlt sich gut an, weil unser dopaminerges Belohnungssystem schon auf die Aussicht neuen Wissens reagiert — nicht erst auf das Wissen selbst. Diese Neugier bleibt auch im Alter neurologisch erstaunlich wirksam für das Gedächtnis, selbst wenn die reine Neuheitsreaktion nachlässt (genau deshalb lernt mein 88-jähriger Vater erfolgreich über schwarze Löcher). Wer viel lernt, profitiert von Offenheit als Persönlichkeitsmerkmal und einem Growth Mindset; der Dunning-Kruger-Effekt erklärt, warum ausgerechnet Halbwissen oft zu übertriebener Selbstsicherheit führt. Die Lerntypen-Theorie (visuell/auditiv/kinästhetisch) gilt in der Forschung als klar widerlegter Mythos. Kontinuierliches Lernen im Alter erhöht die kognitive Reserve und schützt nachweislich vor geistigem wie emotionalem Abbau. Intensive KI-Nutzung korreliert mit schwächerem kritischen Denken durch „kognitives Auslagern“ — entscheidend ist aber die Art der Nutzung, nicht die Technologie selbst. Die aktuelle PISA-Studie 2025 zeigt für Deutschland einen historischen Tiefstand; Japan zeigt im Vergleich, dass digitale Bildung vor allem durch pragmatischen, reflektierten Einsatz gelingt — nicht durch Euphorie oder Ablehnung. Fehler sind zentral fürs Lernen — aber nur, wenn echte Reflexion folgt. Und am Ende bleibt Wissen die einzige Investition, die durchs Teilen wächst statt schrumpft.🧠


AKAYO — Brückenbauer zwischen Menschen, Ideen und lebenslanger Neugier